Ratgeber: Königspython frisst nicht

Der Verweigerungs-König – keine Panik!

Früher oder später wird jeder Halter mit dem „Problem“ konfrontiert: Der Königspython frisst nicht(mehr). In fast allen Fällen ist es aber kein Problem, sondern eher typisch für Königspython. Wir erklären Ihnen, warum das so ist und worauf man achten sollte. 

Zunächst einmal gibt es einige - für den Königspython typische - Gründe, das Futter zu verweigern.

Umzugstress

Als erstes wäre da der Umzug zu nennen, da jeder Halter damit sofort in Berührung kommt. Für den Köpy bedeutet der Umzug nichts anderes als Stress, und den mögen die Tiere überhaupt nicht. Es gibt Exemplare, denen macht das überhaupt nichts aus und sie gehen sofort, manchmal schon am Tag des Umzuges, ans Futter. Andere sind sprichwörtlich fast unter Schockstarre. Es ist daher grundsätzlich empfehlenswert, den frisch eingezogenen Köpy erst einmal sieben Tage Ruhe zu gönnen. Damit ist wirkliche Ruhe gemeint, bis auf den Wasserwechsel sollte nichts im Terrarium/Rack passieren. Lassen Sie sich nicht davon täuschen, dass der Frischling in der ersten Zeit, vor allem Nachts, überdurchschnittlich aktiv durch das Terrarium streift. Das Tier ist nicht auf Futtersuche, es erkundet nur die neue Umgebung und ist auf der Suche nach Sicherheit, was bedeutet, dass bestmögliche Versteck zu finden. Immerhin ist ja alles neu und es könnten Gefahren lauern. Geben Sie dem Tier die Zeit, das neue Zuhause anzunehmen. Nach einer Woche Eingewöhnung können Sie versuchen zu füttern. Idealerweise mit der gleichen Futtertiersorte, was es auch beim Züchter oder vorherigen Halter gab. Auch was Frostfutter oder lebend angeht sollte man zunächst nichts verändern. In der Regel gehen die Tiere nach dieser Zeit ganz normal ans Futter. Sollte das nicht der Fall sein, wartet man eine weitere Woche. Versuchen Sie es nicht am nächsten Tag, das bedeutet nur wieder Stress für das Tier und wäre kontraproduktiv. 

Einrichtungsvorlieben

Ein weiterer Grund für die Futterverweigerung kann sein, dass dem Köpy etwas an der Einrichtung nicht passt. Ganz oben auf der Liste stehen fehlende Versteckmöglichkeiten. Es kann aber ebenso sein, dass das Versteck aus Sicht des Köpys einfach an der falschen Stelle steht, es ihm darin zu kalt oder zu warm ist. Hier hilft nur ausprobieren oder, noch besser, gleich mehrere Verstecke an verschiedenen Stellen anzubieten.

Höhenangst

Eventuell ist es aber auch das Terrarium an sich, was dem Köpy nicht behagt. Vor allem die Höhe des Terrariums ist für viele Köpys unangenehm. Dies liegt nicht nur daran, dass die (Jung)Tiere beim Züchter normalerweise in Racks gehalten werden. In der Natur leben Köpys gerne in Termitenbauten und das sind nun mal keine Loft-Behausungen. Niedrige Decken sind schlichtweg sicherer, da einfacher zu überwachen (aus dem Grund lieben Köpys auch enge Verstecke, wo nur der Köpy hineinpasst ist logischerweise kein Platz mehr für einen Feind). Hier hilft es, das Tier nicht im Terrarium zu füttern, sondern in einer externen Box. Das muss nichts Aufwändiges sein, ein einfaches Modell von Ikea (Samla mit Deckel) reicht allemal. Die Größe der Box sollte dem Tier angepasst sein, sprich so gewählt, dass das Futtertier nicht immer direkt vor der Nase des Köpy herumläuft(wenn man lebend füttert). Als Bodengrund kann man das gleiche Einstreu wie im Terrarium verwenden, oder man nutzt Zeitungspapier. Die Vorgehensweise ist simpel: Man setzt das Tier in die Box, wartet ein paar Minuten, setzt dann das Futtertier hinzu und verschließt die Box mit dem Deckel (zum einen, damit es für den Köpy flacher wirkt und zum anderen, damit das Futtertier nicht aus der Box springt (Vielzitzenmäuse beispielsweise sind extrem gute Springer). Bei Frostfutter erübrigt sich der Deckel normalerweise. Normalerweise, weil es tatsächlich Köpys gibt, die Frostfutter nicht von der Pinzette nehmen, es aber sehr wohl fressen, wenn man es ihnen einfach in die Nähe legt. Dazu aber später mehr.

Gourmetgewohnheiten

Kommen wir zu einem weiteren, wichtigen Punkt. Königspython sind die Futterspezialisten schlechthin. Ein Kleinkind, was partout keinen Spinat essen möchte ist ein Witz dagegen. Köpys haben oft Vorlieben, was das Futter angeht. Das kann soweit gehen, dass sie eher verhungern als etwas anderes zu akzeptieren. Normalerweise ist bekannt, was der Züchter oder der vorherige Besitzer gefüttert hat. Allerdings kann es vorkommen, dass der Futterspezialist Köpy seine Vorliebe nicht nur einfach auf eine Futtertierart beschränkt, sondern das Ganze noch weiter eingrenzt. Es gibt Exemplare, die fressen nicht nur ausschließlich Mäuse, sondern auch noch nur solche, die rote Augen haben (oder gerade diese nicht). Oder es werden weiße Mäuse verschmäht, gescheckte hingegen genommen (oder umgekehrt). Meistens ist eine Futterspezialisierung aber nur auf die Futtertierart bezogen, also auf Maus, Ratte oder Vielzitzenmaus. Bleibt man beim Gewohnten, wird der Köpy auch fressen. Hinderlich wird das dann nur bei einer Futterumstellung, aber das ist ein anderes Thema und würde hier zu weit führen.

Bitte nicht stören!

Weiter oben schon erwähnt: Bei Fütterung von Frostfutter kann es sein, dass der Köpy es nicht von der Pinzette nimmt, weil ihn diese irritiert. Oder es stört ihn die Hand und der Arm, welche die Pinzette führen und ins Terrarium oder über die Box langen (müssen). In diesem Fall legt man das Futtertier einfach in die Nähe des Verstecks und wartet. Bei Frostfutter kann das Futtertier auch problemlos über Nacht im Terrarium liegen gelassen werden, denn manche Köpys mögen es nicht, wenn während der Fütterung jemand vor dem Terrarium steht. Aus diesem Grund geht der Trend bei Züchtern aus den USA soweit, dass sich graue, lichtundurchlässige für den Ball Python etabliert haben. Das kann natürlich auch bei der Lebendfütterung auftreten. Das ist dann etwas kniffliger zu lösen, da man während der Fütterung immer dabeibleiben soll. Es bleibt einem dann nichts anderes übrig, als die Fütterung in einigem Abstand zu überwachen – wieviel, das hängt vom jeweiligen Köpy ab und muss ausgetestet werden.

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